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Kräuterextraktion & Schnaps
brennen
Die Gewinnung ätherischer Produkte
aus Pflanzen, Kräutern und Früchten erfolgt durch Extraktion und Destillation.
Viele Pflanzen enthalten natürliche Substanzen, die eine heilende und
kosmetische Wirkung beinhalten. Seit jahrhunderten werden diese Natur-Produkte
für die Herstellung von Kräuterbränden verwendet. Arnika, Melisse, Wachholder,
Zitrusfrüchte, Kamille, Rosmarin, Salbei, Thymian. Öle,
Essenzen, Aromen zum Einreiben (Kräutervorlauf), Einnehmen, für Umschläge
oder als Duftnote. Je nach Produkt in verdünnter Form zur Anwendung.
Für die Herstellung von Ätherischen
Ölen stellt man einen Aromakorb (Anbrennschutz) über dem Kesselboden.
In diesen werden die Blüten und Kräuter gefüllt. Einen Aromakorb kann
man als Zubehör erwerben.
 
Das Destilliergut kommt dabei
niemals mit der Flüssigkeit (Wasser) in Berührung, sondern nur mit dem
Dampf. Der Dampf wird in der Kühlkuppel (Helm) kondensiert. Durch diesen
enorm kurzen Weg kommt es zu keinen Verlusten des wertvollen Öls in den
Kühlschlangen. Zur Herstellung von Alkohol benötigt man einen Aromakorb
nicht.
Das klassische Destilliergerät
aus Kupfer, ein säure-resistenter Werkstoff, handwerklich gefertigt, ist
die Grundlage für die Gewinnung von guten Essenzen.
 
Der Aufbau einer Haus- Heimdestille
ist überschaubar. Das Material ist meist Kupfer, weil reine Edelstahlkessel
für die Erzeugung von Qualitätsbränden ungeeignet sind. Der Brenner
ist bei diesem Modell ein Spritusbrenner. Oft weisen solche Geräte eine
Schutzschicht auf, welche zuerst entfernt werden muss.
 
Eine Destille besteht
im Wesentlichen
aus einer Brennblase, einem Helm,
einem Geist- oder Steigrohr und einem Kühler. Jeder Teil eines Brenngerätes
hat beim Brennvorgang eine wesentliche Aufgabe zu erfüllen, deren Kenntnis
für den Brenner von Nutzen ist.
Destillen sind keine
sichere Sache, wenn man amerikanischen Spielfilmen Glauben schenken will.
Eine Tischdestille ist mit einer z.B. 350 Liter Profianlage nur schwer
zu vergleichen. Da die Temperatur regelmäßig kontrolliert werden
sollte, bleibt der Kessel im Prinzip offen und ein Überdruck kann entweichen.
 
Der Kessel wird mit dem
so genannten Helm abgeschlossen. Durch seine große Oberfläche und die
gute Leitfähigkeit des Kupfers erfolgt eine Abkühlung.
An der Innenwand des
Helms verflüssigt sich zuerst jener Stoff, welcher den niedrigen Siedepunkt
hat - in unserem Fall verflüssigen sich also das Wasser und die höheren
Alkohole. Der Helm mündet in das Geist- oder Steigrohr.
Das Destillat welches
im Geistrohr entsteht, muss kalt ablaufen können.
Bei zu warmem
Destillat treten zum Teil große Alkohol-
und Aromaverluste auf. Es können auch giftige Alkohole entstehen.
Dazu füllt man den Kühler
mit Wasser und sorgt mit der regelmäßigen Gaben von Eiswürfeln für Kühlung.
Man kann sich auch einen Wasseranschluss (Gartenschlauch) mit
fliesenden Wasser
erstellen, was aber bei einem funktionsfähigen Tischmodell nicht nötig
ist. Dazu wird die Destille von oben mit Wasser gefüllt. Der seitliche
Überlauf fungiert als Ablauf.
 
Beim Brennvorgang
entstehen neben Alkohol und Wasser, auch Fuselöl sowie Aromastoffe. Bei
kleinen Anlage ist es ratsam die Maische zu filtern, damit die Rückstände
(Schlempe) gering sind. Wasser siedet unter Normalbedigungen bei 100°
C und Alkohol bei 78,3°
C. Die besten Ergebnisse erzielt
man, wenn das Thermometer nicht über 80°C steigt.
Beim Erwärmen der Maische
verdampfen Wasser und Alkohol gleichzeitig. Da aber der Alkohol einen
niedrigen Siedepunkt hat, verdampft im Verhältnis zum Wasser immer mehr
Alkohol. Das erste Brennen nennt sich Rauhbrand. Der Alkoholgehalt solcher
Brände liegt zwischen 2-3 % vol. Das Ende eines Brennvorganges zeigt sich
dadurch an, das die Temperatur schnell weiter ansteigt.
 
Der Feinbrand oder auch
zweiter Brand genannt, hat die Aufgabe, den Alkoholgehalt zu erhöhen und
den Rauhbrand zu reinigen bzw. die guten Inhaltsstoffe, besonders die
Aromastoffe, von den schlechten zutrennen. Der Vorgang ist derselbe wie
beim Rauhbrand.
Whisky machen oder sogar
Likör - Markenartikel (Amaretto, Goldwasser, Genever, Cognac,
Pastis, Vermouth u.a.)
Nach dem Brennen stellt
sich die Frage: Was nun? Die einen bleiben beim puren Schnaps. Die anderen
möchten gern Ihre Bar um die Liköre der Welt bereichern.
Heute kann man mit natürlichen Aromazusätzen, einen Liter feinsten
Likör selber herstellen. Aus einen Likörkonzentrat (Lick),
einem halben Liter Alkohol, Zucker und Wasser entsteht ein Klassiker nach
dem anderen. Markennamen dürfen dabei nicht genannt werden, aber wer sich
auskennt, wird schnell das Original erkennen.
Im Geschmack, so behaupten
Kenner seinen die kleinen Kopien oft besser als Ihre grossen Vorbilder.
Mag sein das gerade die natürlichen Aromen von Lick, welche ohne chemische
Zusätze sind den Likör lebendiger machen. Mehr zu diesem Thema
siehe hier
Eine andere häufig gestellte
Frage: Wie stellt man Whisky her ?
siehe hier
Anleitung, Fachbücher
und Zubehör
Für weitere Brenn - Informationen
empfehlen wir die Fachliteratur.
Waltraud Jöbstl: Ansatzschnäpse
selbst gemacht
siehe hier
Josef Pischl: Schnapsbrennen
siehe hier
und andere
Fachbücher
Brennereibedarfshandel
Schnaps- & Brennbedarf
siehe hier
Hersteller, Lieferanten
und Kurse
Claudia
Ehlebracht
Kellereibedarf / www.heimbier.de
siehe hier
Schnaps selbstgemacht, mit
vielen Bildern
siehe hier
Gesetze in Deutschland
Die Alkoholherstellung unterliegt in Deutschland
einer besonderen Gesetzgebung.
siehe
hier
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