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Essigmutter
(
... Essigmutter, wie geht das?)
Eine
Essigmutter oder Essigkahm ist
eine gallertartige, oder anders gesagt eine Fäden ziehende
Masse aus Essigsäurebakterien (Acetobacteriaceae) Diese kann
sich bilden, wenn Wein oder andere leicht alkoholhaltige
Flüssigkeiten längere Zeit offen stehen bleiben. Die
Essigmutter
fermentiert Alkohol mit Hilfe von Sauerstoff aus der Luft zu
Essigsäure. Eine
Essigmutter ist vollkommen harmlos und kann
bedenkenlos mitverzehrt werden.
In der traditionellen
Essigherstellung wird die
Essigmutter verwendet, um die
alkoholhaltige Ausgangssubstanzen (Wein, kein Dessertwein) zu
"impfen" und so die Essigsäuregärung zu beschleunigen.
Beim
Wein, unsere Ausgangsmaterial, muss darauf geachtet werden, dass er möglichst nicht oder
nur schwach geschwefelt ist. Denn Schwefelgehalt überprüft man
mit einen
Acidometerset und Jod. Dieser Test zeigt den Anteil von
"Sulfit" im Wein.
Nachdem sich die
Essigmutter
gebildet hat, muss sie untergerührt werden, da sie sonst die
Sauerstoffzufuhr unterbindet und damit zu einem vorzeitigen
Abbruch der Fermentation führt. Während der Fermentation
produzieren die beteiligten Bakterien bisweilen auch
Acetaldehyd, so dass nicht vollständig vergorener Essig einen
unangenehm stechenden Geruch aufweisen kann. Ein kräftige
Essigmutter
erhalten Sie im Shop.
Eine
Essigmutter kann sich auch
in handelsüblichem Essig nachträglich bilden. Das passiert
wenn der Wein oder Alkohol nicht vollständig durchgegoren war.
Ein Nachweis liefert ein
Alkoholmeter
oder
Refraktometer (0 - 25% Vol.).
Gelegentlich
liest man das Buchenspäne für die Herstellung benötigt werden.
Für das Orléans-Verfahren, wie diese Methode auch genannt
wird, reicht es wenn man die Flasche gelegentlich schütteln.
Die Bakterien erhalten so genug Sauerstoff für ihre Aufgabe.
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